Bleiben Sie auf dem Laufenden

An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der Veterinärmedizin und Tipps aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.

Zahnpflegetipps für Hunde und Katzen

Jeder weiß, wie unangenehm Zahnprobleme sein können. Schon die kleinste Entzündung kann uns das Leben schwer machen. Hunden und Katzen geht es genauso. Auch sie leiden häufig unter Zahnproblemen, werden dadurch ruhiger und fressen mit weniger Begeisterung. Unbehandelte Zahnprobleme schwächen das Immunsystem und können zu ernsthaften Erkrankungen führen. Denn Zahnbeläge und Zahnstein enthalten viele Bakterien. Werden sie nicht entfernt, können diese Bakterien über die Blutbahn in den ganzen Körper streuen und lebenswichtige Organe, wie Herz und Nieren schädigen. Unsere Hunde und Katzen sind also darauf hingewiesen, dass wir uns um deren Zahngesundheit kümmern. Die beste Vorsorge ist regelmäßiges Zähneputzen. Tipps, wie das funktioniert und wie man seinen Vierbeiner daran gewöhnt, finden Sie auf www. initiative-zahngesundheit.de.

Wenn das Zähneputzen überhaupt nicht funtionieren will, kann man die Zähne auch alternativ mit einem feuchten Lederlappen abreiben. Das ist dann allerdings nicht ganz so effektiv.

Endlich da!!!

Der neue Kaninchenimpfstoff für Deutschland gegen RHD2 kommt in den nächsten Tagen. Wir können nun endlich auch Ihren Nager gegen die durch Fliegen übertragbare Viruserkrankung impfen. Dieser Impfstoff muss zusätzlich zu den anderen Impfungen geimpft werden. Melden Sie sich doch bitte zwecks Terminvereinbarung in unserer Praxis.

Kolostrum ist Wichtig!

Für einen guten Start ins Leben ist es für neugeborene Fohlen extrem wichtig schnell und genug gutes Kolostrum aufzunehmen.

 

Es wurden folgende wichtige Einflussfaktoren auf die Qualität des Kolostrums herausgefunden:

 

- Fohlen die erst spät die erste Milch aufnehmen müssen besonders beobachtet werden

-Die Immunglobuline, die in der Milch vorhanden sind, passen sich an das Stallmilieu an, deshalb sollten hochträchtige Stuten den Betrieb nicht mehr wechseln

-auch ältere Stuten haben nicht immer eine ausreichende Kolostrumqualität

 

Es wird empfohlen, wenn möglich, von Stuten mittleren Alters mit sehr guter Kolostrumqualität einige "Notportionen" einzufrieren und diese dann bei Bedarf einzusetzen. Dies sollte in 250 ml Portionen geschehen, welche dann schonend aufgetaut werden.

Vom Wunsch zum Fohlen

Sie haben eine Stute und möchten ein Fohlen ziehen? Sprechen Sie uns an. Gerne begleiten wir Sie dabei und beraten Sie über das Vorgehen, die Freuden und Risiken und alle zu beachtenden Details.

 

Hier finden Sie wissenswerte Informationen.

 

 

Wichtig für Kanninchenhalter: RHD ("Chinaseuche", rabbit haemorrhagic disease)

Bei der Chinaseuche handelt es sich um eine viral bedingte Infektionserkrankung der Kaninchen hervorgerufen durch Caliciviren, die bei bis zu 100% der ungeimpften Tiere zum Tod führen. Neben dem klassischen Erreger, tritt seit 2010 nun auch ein durch Mutation veränderter Virusstamm (RHD-2-Virus) auf. Erste Ausbrüche waren in Frankreich zu verzeichnen, seit 2014 wurde der Erreger auch in Deutschland nachgewiesen.

Wir empfehlen eine 2-malige Impfung im Abstand von 3-4 Wochen mit dem in Deutschland zugelassenen Impfstoff gegen den klassischen Erreger der RHD. Da der klassische Erregertyp mit dem veränderten Erreger zu 80 % verwandt ist, ist durch eine Kreuzreaktion auch eine gewisse Immunisierung gegenüber dem RHD-2-Virus zu erwarten (d.h. kein sicherer Schutz vor einer Infektion mit dem RHD-2-Virus aber Milderung des Krankheitsverlaufes).

 

Quellen:

1) Farnós, O., Fernández, E., Chiong, M., Joglar, M., Rodríguez, D., Rodríguez, M. P., … & Montero, C. (2009). Virus-like particles of the Rabbit Hemorrhagic Disease Virus obtained in yeast are able to induce protective immunity against classical strains and a viral subtype circulating in Cuba. Biotecnología Aplicada, 26(3), 260-266.

2) Abrantes, J., Van Der Loo, W., Le Pendu, J., & Esteves, P. J. (2012): Rabbit haemorrhagic disease (RHD) and rabbit haemorrhagic disease virus (RHDV): a review. Vet Res, 43(1), 12.

Bitte wachsam sein!

Leider häufen sich in letzter Zeit wieder die Berichte über ausgelegte Giftköder und präparierte Wurst auch in unsrer Umgebung. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten wenn sie mit ihrem Hund unterwegs sind.

 

Der Frühling naht

... und weckt bei den Stubentigern die Hormone.

Falls ihre Katze noch nicht kastriert ist aber schon Freigang hat sollten sie baldmöglichst einen Termin zur Kastration vereinbaren.

Nicht nur um der großen Zahl an Katzen Herr zu werden ist es nötig alle Freigänger, egal ob Kater oder Kätzin, zu kastrieren.

Auch wenn Kater keine Babys "mit nach Hause bringen" sollten sie unbedingt kastriert sein, wenn sie draußen unterwegs sind. Denn unkastrierte Kater legen große Strecken zurück und überqueren dabei auch viele Straßen auf dem Weg zu den Kätzinnen. Sind Sie von Hormonen gesteuert passen Sie allerdings oftmals nicht so genau auf, ob ein Auto naht und wenn sie in Kämpfe verwickelt sind schon gleich gar nicht. Neben dieser tödlichen Gefahr durch den Straßenverkehr, ist auch die Verletzungsgefahr bei den Revierkämpfen nicht zu unterschätzen und in diese sind unkastrierte Tiere deutlich häufiger verwickelt als "Kastraten". Neben Bissen, die sich zu gefährlichen Abszessen entwickeln können ist die Gefahr der Übertragung der Katzenleukose, einer nicht heilbaren Krankheit,  bei jedem Kampf vorhanden. 

Tierarztbesuch üben

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit den Tierarztbesuch mit Ihrem Hund zu üben. Immer am zweiten und am vierten Wochenende im Monat sind wir samstags schon ab 10 Uhr für Sie da. Kommen Sie doch einfach mit Ihrem Hund zwischen 10 und 11 Uhr vorbei und holen sich ein Leckerchen ab. So merkt Ihr Hund, dass es bei uns gar nicht so schlimm ist und wird bei seinem nächsten Besuch entspannter bei uns sein.

Zeckenprophylaxe ist wichtig

Für Katzen gibt es zur Zeckenprophylaxe nur wenige wirksame Mittel. Sie sind zwar nicht so anfällig für Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden, aber die Bissstellen können sich entzünden. Wenn die Tiere dann auch noch kratzen ist oft eine antibiotische Behandlung nötig. Außerdem bringen freilaufende Katzen die Zecken mit in die Wohnung. Davon sind die Besitzer meist gar nicht begeistert.

Bei Hunden sieht es insgesamt noch ein wenig gefährlicher aus. Manche Hunde ziehen Zecken geradezu magisch an. Andere wiederum haben nur gelegentlich oder nie eine Zecke in der Haut. Aber jede Zecke kann beim Hund Krankheiten übertragen. Die bekannteste ist wohl die Borreliose. Man könnte Zecken bei Verdacht auf Borreliose testen, allerdings ist das recht teuer. Gegen Borreliose existieren zwei Impfstoffe in Deutschland. Sie bieten aber keinen hundertprozentigen Schutz, da sie nur eine lokale Immunität der Haut bewirken und auch nicht alle Borrelienarten abdecken.

Hunde, die nur wenig Zecken anziehen, kann man auch versuchsweise mit pflanzlichen Präparaten behandeln oder bei kurzhaarigen Hunden ein Bernsteinhalsband versuchen. Jeder Hundebesitzer sollte sich aber die Mühe machen, sein Tier nach jedem Spaziergang auf Zecken abzusuchen.

Auch Kaninchenbesitzer sollten ihre Tiere im Freilauf regelmäßig auf Zecken kontrollieren. Besonders die kleinen Zeckenlarven befallen Kaninchen bisweilen in größeren Mengen. Zwar werden hier scheinbar keine Krankheiten übertragen, aber die Larven setzen sich sehr gerne an die Augenlider und verursachen dort Entzündungen, die durchaus behandlungsbedürftig sein können.

Egal bei welchem Tier, am besten wäre es, wenn die Zecken gar nicht erst zubeißen. Sprechen Sie uns an und wir erklären Ihnen wie Sie Ihr Tier am besten vor Zecken schützen.

Pferde richtig entwurmen

Würmer können für Pferde gefährlich werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten das Wohlbefinden Ihres Pferdes zu steigern.

Die Entwurmung sollte daher mehrmals im Jahr stattfinden. Es sollte darauf geachtet werden, dass immer der ganze Stall/die gesamte Herde entwurmt wird.

Auch wenn Sie im Kot keine Würmer sehen, kann ihr Pferd verwurmt sein. Da Wurmeier schon lange vorher mit ausgeschieden werden und nur unter dem Mikroskop sichtbar sind. Wenn sogar Würmer im Kot zu sehen sind, sollte man in kurzen Abständen mehrmals hintereinander entwurmen.

Alternativ können auch Kotproben gezielt auf Würmer untersucht werden. Da Wurmeier nicht bei jedem Kotabsatz mit ausgeschieden werden, ist es sinnvoll von mehreren Malen (mind. 3 Stück) Äpfel zu sammeln.

Auch Eizahlreduktionstests können sinnvoll sein, um einen Hinweis auf das Spektrum vorhandener Parasiten und möglichen Resistenzen zu bekommen.

Gegen Bandwürmer sollte aber grundsätzlich mindestens einmal pro Jahr entwurmt werden, da diese sehr schwer im Kot nachzuweisen sind.

Unter www.pferde-entwurmung.de können Sie nocheinmal alles über die verschiedenen Würmer, Entwurmungen, Weidehygiene und Bestands- und Stallmanagement nachlesen.

Natürlich sind wir gerne für Sie da, wenn weitere Fragen aufkommen sollten und auch um einen Entwurmungsplan für Ihren Stall aufzustellen um die Wurmbürde für ihr Pferd so gering wie möglich zu halten.

Gifte im Garten

Im Interesse von Haus- und anderen Tieren sollten im heimischen Garten keine giftigen Pflanzen stehen, oder dem Tier muss der direkte Zugang strikt verweigert werden. Aber nicht nur die Pflanzen sondern auch die Anwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln, Unkrautvernichter, Rasendünger usw. stellen ein Problem da.

Die Aufnahme kann zu schwerwiegenden Folgen wir Magen-Darmstörungen, Muskelzittern, Apathie und sogar Lähmungen führen. Auch der Komposthaufen ist nicht ungefährlich.

Kommt es dennoch zu einer Giftaufnahme rufen Sie bitte erst bei uns an und machen Sie sich erst danach auf den Weg zu uns. Dann können wir Ihre Anfahrtszeit schon einmal dazu nutzen entsprechende Vorkehrungen für den Notfall vorzubereiten. Hilfreich ist auch wenn sie die Verpackung der giftigen Substanz, falls noch vorhanden, mitbringen.

Tipps für Kaninchenbesitzer

Kaninchen als soziale Tiere sollten immer in Gesellschaft mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden. Frühe Bindungen erzeugen lange Freundschaften. Am wenigsten problematisch gestaltet sich daher das Zusammenleben von Bock und Häsin als Wurfgeschwister. Hierbei ist zu beachten, dass zumindest das Böckchen rechtzeitig kastriert werden sollte.

Entstammen die Tiere nicht aus einem Wurf sind Vergesellschaftungen von Jungtieren, die annähernd gleich groß werden, optimal. Auch hier sind gemischgeschlechtliche Paare vorzuziehen. Aber auch das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren ist nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt. Allerdings ist es in diesem Fall unproblematischer Kastraten (egal welchen Geschlechts) zusammenzuführen.

Sollen ältere Tiere zusammengeführt werden, ist es sinnvoll auch auf ein gleiches Alter zu achten. Jüngere Tiere finden die Senioren sonst oft schnell langweilig und die älteren Tiere die Jüngeren "nervig".

Für ein schnelles Zueinanderfinden und ein andauerndes harmonisches Zusammenleben ist eine artgerechte Haltung in allen Punkten notwendig: Diese beinhaltet neben einem ausreichendem Platzangebot auch eine auf die Anzahl der Kaninchen angepasste Menge an Rückzugs- und Liegeplätzen, Tränken, Heuraufen, Futter- und Wassernäpfe und evtl. Toilettenplätze.

Außerdem ist zu beachten, dass Kaninchen und Meerschweinchen nicht nur aufgrund ihrer unterschiedlichen sozialen Verhaltensweisen, sondern auch weil sie nicht die gleiche Sprache sprechen, keine idealen Partner. Oft leidet auch das Meerschwein als der kleinere Partner unter dem Größenunterschied.

Leptospirose - gefahrvoll für Hund und Mensch

Die Leptospirose ist eine weltweit verbreitete, durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung, die vom Hund auch auf den Menschen übertragen werden kann. Die ersten Symptome, die auftreten sind relativ unspezifisch, wie Fressunlust, Erbrechen und Fieber. Später zeigen sich unterschieliche Krankheitsanzeichen, je nachdem welche Organe betroffen sind. Vor allem bei ungeimpften Tieren kann eine Infektion tödlich verlaufen.

Leptospiren werden von infizierten Tieren (hauptsächlich Ratten, Mäuse und Hunde) mit dem Urin ausgeschieden und von unseren Hunden über verunreinigtes Wasser (vor allem stehende Gewässer und Pfützen während der Sommermonate) aufgenommen. Jeder Hund kann sich mit Leptospiren infizieren. Ein besonders hohes Risiko tragen Jagdhunde, Hunde in Reitställen und auf dem Land und "Wasserratten".

Die wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen Leptospirose ist die regelmäßige Impfung. Es gibt nun einen neuen, erweiterten Impfstoff gegen Leptospirose, der zusätzlich zu den drei am häufigsten vorkommenden noch einen weiteren Erregestamm, der sich auch bei uns schon ausgebreitet hat, abdeckt. Dazu muss ihr Hund zweimal im Abstand von 4 Wochen mit dem neuen Impfstoff geimpft werden. Danach wird er einmal im Jahr mit der normalen Impfung aufgefrischt.

Einreisebetimmungen jetzt online oder als App

Ein Urlaub mit Haustier will gut vorbereitet sein. Wir empfehlen frühzeitig mit den Vorbereitungen für den Urlaub zu beginnen. Für außereuropäische Länder sind teilweise noch Tollwut-Titer-Bestimmungen vorgeschrieben. Oftmals ist diese zwar nicht für das Urlaubsland selbst, wohl aber für die Wiedereinreise nach Deutschland zwingend erforderlich. Auch über Krankheiten und deren Vorbeuge-Maßnahmen sollte man sich rechtzeitig informieren. Über Einreisebestimmungen, Reisekrankheiten und alles Wissenswerte rund um den Urlaub informiert jetzt www.petsontour.de. Die APP zu Petsontour können Sie im Appstore herunterladen.

Wir sind Ihnen auch bei der Planung Ihrer Reise mit Haustier behilflich und stellen auch gern mit Ihnen gemeinsam eine individuelle Reiseapotheke zusammen.

Flohbefall - Ein ernstzunehmendes Problem

Neun von zehn Tierhaltern gehen davon aus, dass sich ihr Vierbeiner in der freien Natur mit Flöhen ansteckt. Nur rund 1% weiß, dass die eigene Wohnung als Ansteckungsquelle ebenfalls eine wichtige Rolle spielen kann. Besonders im Winter werden Katzen und Hunde bevorzugt von Flöhen befallen, die sich aus Eiern, Larven und Puppen innerhalb der eigenen Wohnung entwickeln. Die Flöhe, die im Fell von Hund und Katze sitzen, machen nur 5% der gesamten Flohpopulation aus. Die anderen 95% siedeln dagegen vor allem als Eier und Larven in der Umgebung des Tieres (Körbchen, Decken, Polstermöbel, Auto, Spalten von Holzböden usw.). Deshalb reicht es oft nicht aus nur sein Tier zu behandeln. Um zu verhindern, dass sich aus Eiern und Larven neue Flöhe entwickeln, sollte bei einem starken oder wiederholten Befall die Umgebung mitbehandelt werden.

Um einen Flohbefall nachhaltig zu behandeln sind daher folgende Maßnahmen empfohlen:

1) Behandlung des akuten Flohbefalls bei allen Hunden und Katzen im Haushalt, um die erwachsenen Flöhe abzutöten

2) Entwurmung Ihrer Tiere mit einem Präparat, das gegen Bandwürmer wirkt, da diese von den Flöhen übertragen werden

3) Behandlung der Umgebung mit einem geeigneten Umgebungsspray oder Fogger und alle Decken und Kissen bei mind. 60°C waschen um Eier und Larven unschädlich zu machen

4) eine vorbeugende und dauerhafte Behandlung des Tieres, um einen Neubefall zu verhindern

Sprechen Sie uns an sollten Sie Fragen zur Flohbehandlung und geeigneten Präpararten haben!

Winter-Tipps für Hund und Katze

Im Winter sind auch unsere Vierbeiner so manchen Extremen ausgesetzt. Hier möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihr Tier fit und in Form durch die kalte Jahreszeit bringen.

Haut und Fell

Feuchtes, kaltes Wetter, Heizungsluft und verstärkter Haarwechsel strapazieren Haut und Fell von Hund und Katze im Winter besonders. In der Regel reicht aber eine gute Fellpflege aus, um daraus kein Problem werden zu lassen. Denn durch regelmäßiges Bürsten werden überflüssige Haare entfernt, die Haut massiert und die Durchblutung gefördert. Wenn Ihr Tier sehr sensibel mit seiner Haut reagiert, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden (z.B. in Form von Pfelgemitteln, Spezialfutter oder Nahrungsergänzungsmitteln).

Parasiten

Auch im Winter ist ein adequater Floh- und Zeckenschutz enorm wichtig. Denn gerade Flöhe finden in beheizten Räumen optimale Bedingungen vor. Auch Zecken begeben sich erst in "Winterruhe" bei Temperaturen unter 6-8°C.

Freilaufkatzen

Die meisten Katzen, die freien Auslauf haben, werden im Winter vermehrt in der Wohnung bleiben. Wichtig ist, dass Freigänger jederzeit einen warmen Platz aufsuchen können. Kann nicht gewährleistet werden, dass die Katze bei Bedarf immer ins Haus kann, muss auf der Terrasse, im Garten oder Hof ein warmer Rückzugspunkt geschaffen werden. Wichtig ist außerdem, dass Freilaufkatzen immer Zugang zu frischem Wasser und geeigneter Nahrung haben.

Mäntel für Hunde

Schutzbekleidung wie Mäntel oder Pfotenschuhe sind für die meisten Hunde selbst bei tiefsten Temperaturen nicht notwendig. Hunde, die allerdings sehr schnell frieren, weil sie z.B. sehr alt, krank, sehr klein, extrem kurzhaarig oder dünn sind, ist ein wärmender Schutz durch einen geeigneten Hundemantel zu empfehlen. Kontrollieren Sie auch täglich die Hundepfoten. Ist eine Pfote verletzt, ist es evtl. nötig sie mit einem Hundeschuh zu schützen. Ansonsten reicht es meist aus das Fell zwischen den Ballen zu kürzen und vor dem Gassi gehen auf gestreuten Wegen die Pfoten dick mit Vaseline einzucremen und nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser abzuwaschen. Wichtig ist auch die Kontrolle der Krallen. Diese werden im Winter oft weniger stark abgelaufen und müssen ggf. gekürzt werden.

In Bewegung bleiben

Vier- und Zweibeiner sind im Winter meist weniger aktiv. Um zu verhindern, dass die Gelenke darunter leiden bzw. bereits geschädigte Gelenke steif und schmerzhaft werden, sollten Hunde und Katzen in Bewegung gehalten werden (z.B. Bälle jagen, hinter Lichtpunkten herhuschen, Stoffmaus an Angel erbeuten). Viele Spiele lassen sich auch innerhalb der Wohnung nutzen. Kommt es bei chronischen Gelenkserkrankungen oder älteren Tieren durch das feuchtkalte Klima und die eingeschränkte Bewegung zu Problemen, können auch hier entsprechende Spezialfutter und Futterergänzungsmittel den Winter überbrücken. Außerdem sollte man mit einem angepassten Speiseplan, energiereduziertem Futter und kalorienarmen Snacks dem Winterspeck vorbeugen.

Silvester-Angst

Gerade der Jahreswechsel kann zur großen Belastung werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihrem Tier diese Zeit zu erleichtern, ohne dass man gleich zur Sedation greifen muss.

Allerdings sollten Sie sich früh genug informieren, da die Medikamente mindestens vier Tage in einzelnen Fällen sogar zwei bis vier Wochen Zeit benötigen bis die volle Wirkung eintritt. Informieren Sie sich also rechtzeitig bei uns über die Möglichkeiten.

An Silvester selbst sollten Sie einige Regeln beachten:

- Freigänger Katzen sollten spätestens einen Tag vor Silvester in der Wohnung bleiben

- mit Ihrem Hund sollten Sie wenn möglich nicht mehr zu spät vor die Tür gehen

- während der Sivesterknallerei sollten Sie nicht beruhigend auf Ihr Tier einreden und es ständig auf den Arm nehmen, weil dies die Angst noch verstärken kann, da das Tier Ihr Verhalten als Lob für sein Angstverhalten ansieht

- versuchen Sie ihr Tier möglichst zu ignorieren und bieten Sie ihm eine geschützte Rückzugsmöglichkeit an (z.B. Hundebox, Schrank, unter dem Bett...)

- schließen Sie Fenster, Rolläden und Vorhänge und schalten Sie zusätzlich Musik und/oder Fernseher an um eine möglichst gewohnte Geräuschkulisse herzustellen

Herbstzeit ist Igelzeit!

Unser heimischer Igel, der Braunbrustigel, lebt in artenreichen Garten- und Parklandschaften. Er ist vorwiegend nachtaktiv und ernährt sich von Käfern, Maden, Würmern, Schnecken und gelegentlich von Aas.

Im Herbst legen Igel einen Fettspeicher an, von dem sie während ihres Winterschlafs zehren.

Die meisten Würfe kommen im August zur Welt. Jungigel, die Anfang Oktober 200g und Mitte Oktober 350g wiegen, haben gute Chancen ein gutes Winterschlafgewicht zu erreichen. Igel die Anfang November noch keine 500g wiegen, benötigen Hilfe bei der Überwinterung.

Laut Bundesnaturschutzgesetz darf der Igel als geschütztes Wildtier nur dann in menschliche Obhut genommen werden, wenn es verletzt, hilflos oder krank ist und muss danach wieder ausgewildert werden.

Deshalb dürfen nur Igel, die tagsüber oder im tiefsten Winter umherstreifen, sich langsam oder atypisch bewegen, sich bei Annäherung nicht einrollen oder andere untypische Verhaltensweisen zeigen, mitgenommen werden. Alle anderen benötigen keine Hilfe.

Haben Sie einen kranken, geschwächten oder verletzten Igel gefunden, sollten Sie ihn zuerst wiegen und dann gegebenfalls zur Behandlung zum Tierarzt bringen. Meist sind die Tiere unterkühlt und dehydriert. Deshalb müssen sie gewärmt werden und mit Flüssigkeit bzw. Elektrolyten versorgt werden. Einige Tiere muss man auch zwangsfüttern. Hierzu eignen sich hochkalorische und nährstoffreiche Aufbaupasten, die sie bei uns bekommen.

Viele Tiere sind auch mit Parasiten befallen, die auch behandelt werden sollten, wenn der Igel wieder stabil ist.

Wenn der Igel wieder gesund ist, kann er mit Katzenfutter, kleingeschnittenem, rohen und nicht zu fetten Rinder- oder Pferdefleisch und Eiern gefüttert werden, bis er im Frühjahr wieder ausgewildert wird. Eine Zufütterung nach dem Erwachen und Aussetzen ist zu empfehlen. Dadurch wird die Eingewöhnungsphase günstig beeinflusst.

Neue Impfstoffe gegen Leptospirose

Die Leptospirose, auch als Stuttgarter Hundeseuche bekannt, ist eine durch Bakterien ausgelöste Krankheit. Leptospiren kommen vor allem in Tümpeln und Pfützen vor und vermehren sich bei Wassertemperaturen über 18 Grad Celsius, demnach ist die Ansteckungsgefahr besonders im Sommer und im Herbst sehr hoch, wenn die Hunde beim Gassigang aus Pfützen trinken oder schwimmen gehen. Die bisherigen Impfstoffe sichern aber leider nur die Immunität gegen drei der vielen Leptospirosetypen. Neue Studien haben gezeigt, dass 25% der Hunde Kontakt mit Leptospiren hatten, gegen die der Hund mit der jährlichen Impfung nicht geschützt ist. 

Ab Herbst 2013 gibt es einen neuen Impfstoff, der einen zusätzlichen Leptospirosetyp abdeckt. 

Es ist eine erneute Grundimmunisierung mit 2 Impfungen im Abstand von 3 bis 4 Wochen nötig und dann die jährliche Auffrischung zusammen mit der gewohnten Impfung.  

Sie verreisen mit Ihrem Hund in den Süden?

Planen Sie rechtzeitig vor, denn eine vorbeugende Impfung gegen Leishmaniose des Hundes ist jetzt hier in der Praxis möglich!

Die Leishmaniose wird durch die Infektion mit einem Parasiten ausgelöst, der über den Stich infizierter Sandmücken von Tier zu Tier übertragen wird. Diese Mücken sind in Süd-Europa in vielen Gebieten (vor allem im Mittelmeerraum) sehr häufig.

Infiziert sich Ihr Hund mit dem Parasiten können sich Symptome wie Fieber, Gewichtsverlust und Haarverlust im Augenbereich zeigen. Auch die inneren Organe können betroffen sein und zu Veränderungen des Blutbilds, Gelenkentzündungen und Nierenversagen führen. Die Krankheit ist auch auf den Menschen übertragbar. Die Leishmaniose verläuft oft schwer und eine teure Behandlung kann nur die Symtome kontrollieren. Eine Heilung ist nicht möglich!

Jetzt gibt es einen Impfstoff der Ihren Hund gegen die Leishmaniose schützt. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen, die im Dreiwochen-Intervall gegeben werden. Um eine dauerhafte Immunität zu gewährleisten, sollte die Impfung jährlich aufgefrischt werden.

Welche Hunde können geimpft werden?

Es können alle Hunde geimpft werden, die über 6 Monate alt und gesund sind. Auch zu den jährlichen Impfungen sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens 2 Wochen sein.

War Ihr Hund schon mit im Urlaub oder kommt er aus Süd-Europa, sollte vorher durch eine Blutuntersuchung geklärt werden, dass er noch Leishmaniose negativ ist. Denn es kann Jahre dauern bis die ersten Symptome auftreten.

Sie sollten aber auch einplanen Ihren Hund trotz Impfung noch zusätzlich gegen andere Krankheiten, die durch Zecken und Mücken übertragen werden, durch geeignete Präparate zu schützen. Des weiteren sollten Sie Ihren Hund nach dem Urlaub auch eine Wurmkur speziell gegen Herzwürmer verabreichen. Denn auch diese Parasiten sind in Süd-Europa weit verbreitet. 

Haben Sie noch fragen zur Impfung oder wie Sie Ihren Hund zusätzlich schützen können, kommen Sie einfach vorbei oder rufen Sie uns an.

Kaninchenimpfung

Kaninchen sollten jährlich eine Schutzimpfung gegen die durch Stechmücken übertragenen Krankheiten RHD und Myxomatose erhalten. Am sinnvollsten ist es daher die Impfung vor der "Mückensaison" vorzunehmen, also vereinbaren Sie zum Schutz Ihrer Langohren möglichst bald einen Impftermin!

Achtung Schmallenberg-Virus

Das Schmallenberg-Virus hat jetzt auch Hessen erreicht! Der Erreger wird so bezeichnet, weil der erste Virusnachweis bei Proben von Tieren aus Schmallenberg (NRW) gelang. Empfänglich sind Rinder, Schafe und Ziegen. Die Übertragung erfolgt durch Gnitzen (Stechmücken). Rinder mit akuten Infektionen zeigen milde Symptome wie Milchrückgang, Fieber und Durchfall. Von kleinen Wiederkäuern sind bisher keine Symptome bekannt. Werden trächtige Tiere infiziert, führt das zu missgebildeten Lämmern/Kälbern, Totgeburten, Aborte, Frühgeburten und lebensschwachen Lämmern/Kälbern. Es besteht kein Risiko für den Menschen.

Gezielte Vorsichts- oder Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht möglich. Der Infektionsweg und die Ausbreitung des Erregers sind noch nicht erforscht. Es ist noch kein Impfstoff verfügbar. Der Einsatz von Insekten abwehrenden Mitteln, wenn die Vektoren (Gnitzen) im Frühjahr wieder aktiv sind, wird empfohlen.

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, zunächst durch eine Surveillance in Deutschland zu prüfen, ob und wie weit sich die Krankheit schon ausgebreitet hat. Es wurde veranlasst in jedem Bundesland je 60 Blutproben von Rindern und Schafen/Ziegen zu untersuchen. Das BMELV wird eine Meldepflicht einführen. Über das weitere Geschehen wird laufend auf den Homepages von HMUELV, BMELV und FLI informiert. Auch in Hessen wurden schon Fälle nachgewiesen.

Falls bei Geburten Komplikationen auftreten sollten, zögern Sie nicht uns anzurufen. Meist ist nur ein Kaiserschnitt die letzte Chance für Mutter und Kalb/Lamm.

Nicht vergessen: Wurmkuren für Ihr Haustier

Fachleute empfehlen, Hunde und Katzen alle drei Monate zu entwurmen. Wann haben Sie zuletzt Ihr Tier behandeln lassen? Wir beraten Sie gerne.

Zeckensaison hat begonnen

Der Frühling hat begonnen und schon sind auch die Zecken wieder aktiv. Zecken können diverse Krankheiten übertragen, weshalb es wichtig ist, sein Tier, egal ob Hund oder Katze, vor ihnen zu schützen. Hierzu gibt es verschiedene Präparate die zum Teil auch gegen andere Parasiten wirksam sind.

Kommen Sie in unserer Praxis vorbei, wir beraten Sie gerne welches Mittel für ihr Tier am Besten geeignet ist!

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